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ChiKung

Du bist, was du isst – Altes Motto, neue Erkenntnisse – Teil 2

In diesem Monat setze ich meine kleine Serie zum Thema Ernährung und den damit verbundenen Mythen fort.
Dieses Mal geht es um Zucker fürs Gehirn, Sojaprodukte und um die in der Vorweihnachtszeit allgegenwärtige Schokolade.

„Unser Gehirn braucht Zucker, also ist Zucker lebenswichtig für den Mensch“

Die Aussage, dass unser Gehirn in großem Maße durch Zucker (Glukose) ernährt wird, ist richtig. Glukose ist das Benzin für unseren Hirnmotor. Interessanterweise besteht das menschliche Gehirn zu ca. 60% aus Fett und 40% aus Eiweiß (bezogen auf das Trockengewicht). Ohne Glukose bekommen wir Schwindel, Müdigkeitserscheinungen sowie Konzentrationsmangel und depressive Laune. Jedoch sollte man sich fragen, ob zum einen die Menge an Zucker, die wir täglich konsumieren, tatsächlich notwendig ist und zum anderen die Art des Zuckers, die wir zu uns nehmen die richtige ist. Unser Gehirn signalisiert uns lediglich den Bedarf an etwas Süßem. Wir machen daraus jedoch eine „stille Post Botschaft“– sprich, dass wir Nutella, Schokolade oder andere Süßigkeiten benötigen. Dabei sind z.B. Kartoffeln, Reis und Obst hervorragende natürliche Lieferanten von Kohlehydraten, die der Körper für unsere Hirnzellen in die kleinste verwertbare Einheit, die Glukose, selbstständig spaltet. Wir nehmen meist täglich durch Süßigkeiten eine schädliche Form der Glukose auf. Hinzu kommt, dass man bereits durch die Verwendung von Fertigsaucen und anderen Fertigprodukten seinen täglichen Bedarf an Glukose deckt. Nahezu alle Fertigprodukte und Fast Food enthalten größtenteils versteckte, manchmal aber auch auf der Packung angegebene Mengen an Zucker. Mache dir doch einmal die Mühe und lies dir vor dem Kauf die Inhaltsstoffe durch. Du wirst überrascht sein, in wie vielen Produkten Zucker enthalten ist. Dies ist der Grund, weshalb ich selbst seit Jahrzehnten bewusst keinen Ketchup oder sonstige Fertigsaucen mehr zu mir nehme. Wenn man in einem Restaurant essen geht, kommt man jedoch leider immer wieder in Kontakt mit versteckten Zuckern, ohne dass es einem bewusst ist. Ein Übermaß an Zucker schädigt die Gefäße nachhaltig und führt somit zur Anbahnung schwerwiegender Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, koronarer Herzkrankheit, Niereninsuffizienz, diabetischer Retinopathie der Augen sowie grauem Star.
An dieser Stelle zitiere ich wieder einmal eines meiner Lieblingszitate von Paracelsus: „Dosis sola venenum facit.“ Auf deutsch: „Allein die Menge macht das Gift.“

„Sojaprodukte sind generell gesünder“

Als Ausweichmöglichkeit für allergenbehaftete Nahrungsmittel erfreuen sich z.B. im Fall der tierischen Eiweiße Sojaprodukte zunehmender Beliebtheit. Auch hier sollte man hinter die Kulissen schauen. Soja ist eine hervorragende Alternative, um von tierischen Milchprodukten Abstand zu nehmen. Jedoch sollte man darauf achten, kein genmanipuliertes Soja zu kaufen. Hinzu kommt, dass Soja Phyto-Östrogene enthält, die sich auf den körpereigenen Hormonhaushalt auswirken und Tumore verursachen können. Dies ist jedoch umstritten, da es auch Studien gibt, die zeigen, dass Brustkrebsraten und klimakterische Beschwerden wie Hitzewallungen bei regelmäßigem Sojakonsum zurückgehen können. Der Erfahrung nach kann Soja wiederum auch selbst Allergien verursachen. Sofern die Leber bereits in ihrer Funktion eingeschränkt arbeitet, kann ein übermäßiger Soja-Konsum auch zum verminderten Abbau des eigenen weiblichen Geschlechtshormons Östrogen führen. Dies zeigt sich unter Umständen z.B. bei Männern in einer Brustbildung (Gynäkomastie). Ferner können Prostataprobleme auftreten.
Es heißt, dass Soja-Sauce von der hormonellen Kritik ausgenommen sei, da sie weit mehr Wasser als Östrogene enthalte. Sojasahne ist meiner Erfahrung nach zumindest eine leckere Alternative ohne Geschmackseinbußen im Kaffee, Tee, auf dem Kuchen oder in sonstigen Gerichten, bei denen man auf Kuhmilch verzichten möchte.
Soja ist u.a. in den folgenden Produkten enthalten: Miso (japanische Würzpasten), Tofu, Sojamilch, Tempeh (indonesisches Sojabohnenprodukt), Natto (japanische Spezialität)

„Schokolade macht glücklich“

Schokolade enthält in der Tat L-Tryptophan, eine Aminosäure, die für die Glückshormonbildung (Serotonin) im Gehirn verantwortlich ist. Dies führt kurzfristig zwar zu gesteigerter guter Laune und durch den enthaltenen Zucker auch zu schnellem Anstieg des Blutzuckerspiegels, was schnell gesteigerte Energie und Konzentrationsfähigkeit bewirkt. Der Blutzuckerspiegel fällt jedoch leider genauso schnell wieder ab und dann sogar auf ein noch tieferes Niveau als vor dem Schokoladenkonsum. Proportional dazu gehen die mit dem hohen Blutzucker verbundenen Leistungsstärken sofort wieder verloren. Zudem enthält Schokolade ebenfalls Kuhmilcheiweiß, das von den meisten Menschen nicht positiv vertragen wird, da es in ihrem Körper nicht aufgespalten werden kann. Dies kann Blähungen und Unwohlsein im Magen-Darmtrakt sowie säurebedingte Krankheitsbilder wie Migräne, chronische Schmerzen bis hin zu Rheuma und Arthritis, Depressionen und Angstzustände, Darmerkrankungen, Immunsystemerkrankungen, Herz- und Kreislauferkrankungen, chronische Müdigkeit und Konzentrationsmangel sowie ADS und ADHS bei Kindern hervorrufen. Schokoladenkonsum sollte eine absolute Ausnahme bleiben und nur in gering dosierten Mengen genossen werden. Auch Schokolade mit hohem Kakaoanteil sollte mit Vorsicht genossen werden, da Kakao auch aggressiv auf unsere Darmschleimhaut wirkt und diese Schokoladenform ebenso Teile von Kuhmilcheiweiß und Zucker enthält.
Zimt ist ein Naturwirkstoff, der helfen kann, den Blutzuckerspiegel zu senken, da er Studien zufolge insulinähnliche Wirkung entfaltet, zugleich die Insulinausschüttung anregt und antioxidative Wirkung besitzt.

Resümee

•  Ernähre dich antientzündlich und basenreich, was bedeutet, säurebildende Nahrungsmittel zu vermeiden.
•  Entsäure deinen Körper (siehe den WTW-online-Artikel „Bist du sauer, kommt das Aua“).
•  Iss möglichst frisch und allergenarm saisonales Gemüse und Obst.
•  Mache einen IgG 1-4 Bluttest, um herauszufinden, welche Nahrungsmittel optimal für dich sind und welche
    dir schaden. Einen Musterbefund eines IgG-Bluttest mit nützlichen Tipps und einer Übersicht, welche
    Nahrungsmittel basen-, welche säurebildend sind, kannst du dir hier herunterladen:
    http://www.heilpraktikertrier.de/index.php/patienten-download.html
    Eine Anfrage nach einem geeigneten Therapeuten in deiner Nähe kannst du per E-Mail richten an:
    info@heilpraktikertrier.de
    Wir vermitteln dich gerne an einen Therapeuten, der einen solchen Test durchführen kann.
•  Saniere deinen Darm durch die regelmäßige Einnahme von Probiotika und effektiven Mikroorganismen
    (siehe WT-Welt Online Artikel „Hast du einen kranken Darm, bist du wohl bakterienarm“)

Ausblick

Teil 3 des Artikels wird sich mit den folgenden Volksweisheiten beschäftigen:

„Rotwein trinken verlängert das Leben“
„Fastfood enthält Vitamine“
„Vollkorn kann nie schaden“

Text: Constantin Mock, Heilpraktiker
Fotos: fotolia

Der Verfasser gibt weder direkt noch indirekt medizinische Ratschläge, noch verordnet er eine Diät ohne medizinische Beratung als Behandlungsform für Krankheiten. Es werden auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaft unterschiedliche Meinungen vertreten. Der Verfasser möchte lediglich Informationen aus dem Gesundheitsbereich anbieten, die den Leser in seiner Zusammenarbeit mit seinem Arzt oder Heilpraktiker unterstützen. Wenn du die vorliegenden Informationen ohne Einschaltung eines Therapeuten anwendest, so verordnest du dir eine Selbstbehandlung. Weder der Herausgeber noch der Verfasser übernehmen hierfür jedoch eine Verantwortung.