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Kids-WingTsun

Kids-WingTsun in der Schwimmhalle

An die Geburtsstunde der Idee zu dieser Aktion kann ich mich gut erinnern, denn sie kam im Rahmen des herausragenden Kids-WingTsun-Lehrgangs von Sifu Peter Thietje. Nicht nur auf die mögliche Bedrohung durch Mitmenschen sollen wir „unsere“ WingTsun-Kinder vorbereiten, sondern sie sollen vielmehr gegenüber allen potentiell gefährdenden Situationen gestärkt werden, beispielsweise auch im Umgang mit Feuer oder dem Straßenverkehr, hieß es dort.

Das bekleidete Fallen in ein Gewässer stellt dabei insbesondere für uns Schleswig-Holsteiner, die wir auf einem von wunderschönen Seenplatten durchzogenen, schmalen Landstrich zwischen Nord- und Ostsee leben, ein unmittelbares Risiko dar.
So reifte die Idee zu einem Kids-WingTsun-Sondertraining im Hallenbad rasch heran. Die Rahmenbedingungen wurden geklärt, Genehmigungen erteilt und auch ein Termin stand schnell fest: Am 28. November 2009 würde sich die Gruppe der Reinfelder WingTsun-Kids von 15.00 bis 18.00 Uhr in der Schwimmhalle Bad Oldesloe treffen.
Intensiv wurden in den folgenden Wochen im Unterricht die Situationen und Rollenspiele „trocken“ geübt, die wir in der realistischen Umgebung zu wiederholen planten. Angefangen von verschiedenen Reaktionen auf Vordrängler an der Kasse, über eine plötzliche Bedrohung durch mehrere Kinder oder Jugendliche beim Verlassen der Umkleidekabine, bis hin zur Befreiung aus dem Schwitzkasten.
Insbesondere zur Vorbereitung der Spezialübung „Mit-voller-Bekleidung-ins-Wasser-Fallen“ wurde die Schwitzkastenbefreiung im Vorwege auch unter Wasser geplant und später ebenso durchgeführt. Jedes Kind wusste zu dem Zeitpunkt genau, wie lange es die Luft anhalten kann und wie lange seine Schwitzkastenbefreiung dauert. Für alle in jedem Fall ausreichend Zeit!
So blieb das eigentliche Lernziel der Gesamtaktion unterschwellig, wurde jedoch von allen erreicht: „Insbesondere in bedrohlichen Situationen hilft es mir, ruhig zu bleiben und besonnen zu handeln! Panik wäre hinderlich und ist in jedem Fall zu vermeiden!“
Durch diese stufenweise Vorbereitung gelang es den Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 9 Jahren schließlich, die Sondersituation souverän zu meistern: Sie sprangen nacheinander, bekleidet mit Socken, Schuhen, Jogginghose, T-Shirt, Pullover und Winterjacke in das Wasser, befreiten sich schwimmend mindestens von der Jacke und retteten sich ans Ufer.
Die simulierte Situation war zwar durchaus ernst, dabei jedoch trotzdem mit einem erheblichen Spaßfaktor gesegnet! Denn dass neben den gezielten Übungen auch einfach einmal geschwommen, getaucht, gesprungen und Wasserball gespielt wurde, versteht sich. Für alle Teilnehmer war es ein gelungener Nachmittag mit jeder Menge (Bade-)Vergnügen!
Zudem erfreulich ist, dass die Lübecker Nachrichten, auf die Aktion aufmerksam geworden, nachträglich in deren Lokalteil über uns berichteten.
Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten und neben Regine, der Idealbesetzung als Mitbetreuerin, insbesondere Sifu Roy Schirdewahn , der dieses Sondertraining genehmigte und mir bei der Planung jederzeit beratend zur Seite stand.

Text und Fotos: Tobias von Treyden